Warum stirbt Villach’s Innenstadt ….

Dahinsiechende Gassen und Plätze, abgelöst von leeren Büro- und Geschäftsflächen und „Zu vermieten“ – Schilder hat die Innenstadt wie eine Krankheit befallen. Eine ansteckende Krankheit, die sich langsam durch die Stiegenhäuser und Gassen weiter ausbreitet, um schließlich und endlich das Zentrum, das Herz der Stadt, zu erreichen.

Namhafte Geschäfte verschwinden, werden durch 1 € Shops abgelöst – Billigware statt Exklusivität, wie Unkraut im Garten, verstärkt die Krankheit, bereitet ihr den Nährboden.

Der Ruf nach der Politik ist gleich da…

Die Antworten passen in eine Zeit, in dem die begrenzten Ressourcen der Erde, zugunsten eines kontinuierlichen Wachstums aus jeder volkswirtschaftlichen Überlegung geflissentlich übersehen, bzw. ausgeblendet werden. So lautet die Antwort auf leer stehende Geschäftsflächen, neue Geschäftsflächen zu schaffen, in der Hoffnung, durch ein Überangebot plötzlich eine pulsierende Innenstadt erzeugen zu können. Logik ist nicht die Stärke unserer Zeit.

Dabei gäbe es genügend Ansätze um eine pulsierende Innenstadt zu schaffen… Wäre da nur der Wille aller Beteiligten da, bzw. würden alle das Gleiche wollen, wäre vieles möglich, leider wollen alle immer nur den eigenen Vorteil, sei es zum Nachteil aller und schließlich und endlich wohl auch zum eigenen Nachteil… aber wie gesagt, Logik ist nicht die Stärke unserer Zeit.

Hier ein paar Gedankengänge zum Thema Belebung der Innenstadt….

Hat jemand gewusst, dass alleine der Hauptplatz mit dem Unteren- und Oberen Kirchenplatz 84 Geschäfte aufweist? Das sind fast so viele Geschäfte wie das Atrio hat!!! Da sind keine Seitengassen, kein Hans-Gasser-Platz, keine Bahnhofstraße, kein Interspar, keine Italiener Straße, keine Widmangasse, kein Kaiser Franz Josefs Platz usw. dabei…. Und jetzt sagt mir einmal jemand, welche Geschäfte es in der Stadt gibt… Und? Richtig! Keine Ahnung….. Eigentlich gibt es alles, was es wo anders auch gibt, nur finden tut es niemand… Bei jedem Einkaufszentrum hab ich beim Eingang eine Übersicht… Alleine zu wissen, wo was ist, und was man wo finden kann, wäre schon verdammt hilfreich um die Innenstadt zu beleben.

Eine Art Führer durch die Innenstadt als kostenlosen Stadtplan, gern auch als Internetauftritt und gerne auch als App… Man könnte die Stadt in Zonen unterteilen, ähnlich Erdgeschoß und Obergeschoß eines Einkaufszentrums, mit einem Plan, jeweils am Eingangsbereich der Zone…

Dann Leben… Ja, Leben, erleben, begegnen, treffen, plaudern… Begegnungszone Innenstadt… Da wird immer der Sonntag aus dem Hut gezaubert als All-Wunder-Heilmittel, der in Fieber liegenden Innenstadt und ist nicht mehr als ein Breitbandantibiotikum, das jeglichen lebenden Organismus dahinrafft. Die Nach und Nebenwirkungen wären verheerend und lassen sich die Betreiber der Center und Ketten die Hände reiben, wenn sämtliche kleine und mittelständischen Händler durch den übermächtigen Konkurrenz- und Kostendruck das letzte Leben aushauchen.

Wenn ich jetzt um 20 Uhr die Stadt betrete, sehe ich den sterbenden Patienten erst richtig… liegen vor mir gähnend leere Pflasterstraßen, Gassen und Plätze. Hallt das Echo der Schritte über vereinsamte Hauszeilen mit geschlossenen Geschäften, während das letzte Kaffee seine Pforten gerade dicht macht. Was spricht dagegen, wenn Geschäfte erst um 21 Uhr schließen (ist sogar ganz legal erlaubt), wenn Kaffees und Gastronomie bis mindestens 22 Uhr offen haben. Eine Stadt lebt durch Leben. Nach der Arbeit noch ausspannen, sich mit Kollegen, Freunden treffen in mit Musik und Stimmengewirr gefluteten Plätzen.

Bringt Lachen, Leben und Musik in die Plätze und vieles andere kommt von alleine hinterher. Warum sollten nicht Nachwuchsbands aller Musikrichtungen an Freitag oder Samstagabenden, oder besser gleich an beiden Abenden auftreten dürfen? Konzept offener Plätze… Freiräume um sich frei entfalten zu können… In Barcelona kamen wir auf einen Platz, der 2x die Woche als eine Art Freiluftgalerie hiesiger Maler genutzt wurde, einschließlich Verkauf deren Werke, fernab jeglicher kitschigen Tourismus-Fotomotivbilder, die man überall findet. Wenn am Abend die Feuer an den Eingängen der Stadt entzündet werden, beginnt das Leben erst richtig zu pulsieren.

Exklusivität… Was unterscheidet die Einkaufszentren an den Eingängen der Städte und Orte voneinander? Richtig – nichts… die gleichen Geschäfte, die gleichen Konzepte. Exklusivität findet man in kleinen Fachgeschäften – Spezialitäten aus Italien, Käsesorten aus aller Welt, Getränke, abseits der Supermarktketteneinheitsware, Kärntner Spezialitäten, Weine aus dem Alpen-Adria Raum…. Was wäre mit einem Wettbewerb der ausgefallensten Geschäftsideen im Handel? Die Sieger könnten von der Wirtschaftskammer, der Stadt Villach, und wer weiß von wem noch, in den ersten Jahren unterstützt werden um Fuß zu fassen. Exklusivität, Individualität und Einzigartigkeit als Grundlage, als Konzept, als Basis.

Und dann kommt zu der offensichtlichen Krankheit auch noch die psychische Erkrankung. Wenn jeder sagt wie schlecht man ausschaut, fühlt man sich auch nicht unbedingt besser und wer geht schon gerne Kranke besuchen?

Und dann gibt es noch so viele Punkte, die wichtig wären… Leistbare Mieten für Geschäftslokale, damit die Betreiber auch eine realistische Chance haben, diese zu betreiben. Gestaltung und Renovierung der Seitengassen und Häuser (gab es da nicht von der HTL eine gute Idee). Einheitliche Öffnungszeiten, gemeinsame Werbeauftritte, Rückerstattung der Parktickets (sowohl bei den öffentlichen, als auch bei den privaten Parkplatzbetreibern), Einkauftrolley’s statt Einkaufswägen mit Einsatz zum Ausborgen für den Einkaufsbummel, usw. usw. …. sicherlich alles realistisch und umsetzbar und machbar, ja, wenn alle das Gleiche wollen und nicht nur den eigenen Vorteil suchen – zugunsten einer lebendigen, offenen, pulsierenden Innenstadt… Aber wie schon irgendwann einmal erwähnt… Logik ist nicht die Stärke unserer Zeit.

Also verharrt man in alten Mustern, schiebt die Unmöglichkeit einer Sonntagsöffnung als bequeme Ausrede der eigenen Untätigkeit und Kompromissbereitschaft Aller vor sich her, anstatt Aufbruchsstimmung zu erzeugen, sucht Lösungen in neuen Gebäuden, anstelle der Stadt wieder Luft zum Atmen zu geben…

In der Hoffnung, dass dieser unscheinbare Artikel vielleicht von den einen oder anderen gelesen wird und in der Hoffnung einen Funken zu erzeugen, der vielleicht weiter getragen wird, denn am Anfang jeglicher Begeisterung, jeglicher Bewegung, jedes Feuers der Leidenschaft steht immer nur ein einzelner Funken, ein einzelnes Samenkorn, ein Stein der ins Rollen gebracht wird…

Andreas M. Fillei

Advertisements

13 Gedanken zu „Warum stirbt Villach’s Innenstadt ….

  1. Peter Weidinger

    Sehr geehrter Herr Filei! Mit großer Aufmerksamkeit und Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen. In vielen Punkten stimme ich mit Ihnen überein. In einigen Punkten vertrete ich eine andere Ansicht. Es würde mich freuen mit Ihnen in einen persönlichen Gedankenaustausch zu treten. Ich darf Sie ersuchen mich, im Falle Ihres Interesses, zu kontaktieren. Danke und bis bald LG Peter Weidinger

    Antwort
    1. Andreas M. Fillei Autor

      Sehr geehrter Herr Weidinger,

      danke für Ihr Interesse und für Ihr Kommentar zu meinem Blog. Für einen ehrlichen und offenen Gedankenaustausch bin ich gerne und immer zu haben. Für Politik und politische Interessen zu diesem Thema nicht. Bezüglich Termin hab ich Ihnen ein Mail zukommen lassen. LG Andreas Fillei

      Antwort
  2. Stefan Oberhauser

    Gratuliere zu dieser Bestandsaufnahme, die gleich konstruktive Ansätze mitliefert!
    Einen Aspekt würde ich noch gerne ergänzen: auch die Bevölkerung, jeder einzelne sollte sein Einkaufsverhalten überdenken. Viele jammern über die Innenstadt, fahren dann aber am Samstag in die Einkaufszentren am Stadtrand. Oder kaufen gleich online Billigstware aus Fernost…

    Antwort
  3. Ber Christa

    Sehr geehrter Herr Fillei!
    Ich finde Ihren Bericht genial!!!!Aus aller Munde hört man,“die Zeit vergeht sooo schnell“!Man müßte Sie ja nur sinnvoll gestalten,oder?

    mlg
    Ber Christa

    Antwort
  4. G. Messner

    Ein wirklich guter Beitrag! Das Atrio war der Todesstoß für die Innenstadt und der Neukauf hat gewissermaßen die Grabpflege übernommen. So könnte man kurz umschreiben, wie es in der Innenstadt aussieht. Grund dafür ist sicher auch, dass es schon vorher kein brauchbares Konzept gab, aber auch, dass sich die Stadt nicht gerade zum Besseren gewandelt hat. Jeder Um- und Neubau, sei es jetzt Oberer/Unterer Kirchenplatz, Rathausplatz, Holiday Inn und der Platz vor dem Congress Center, etc lässt seit Jahren die Stadt unsympatischer werden, weil nur wenig einladende Stein- und Betonflächen, meist ohne Grün und Sitzgelegenheiten und nichtssagende Glasbunker im einfallslosen Quaderbaustil bleiben, die spätestens ab Juni zu Backöfen werden. Der Rathausplatz gilt bei vielen Villachern als „der schönste Parkplatz“ Kärntens. Das sagt schon einiges. Selbst die wenigen Bäume müssen aus Stahlgittern wachsen und werden teilweise abgesägt, bevor sie groß genug sind um mehr als einer Person Schatten zu spenden. Das mediterrane Ambiente, dessen sich Villach gerne rühmt, geht langsam aber beständig verloren und wird durch langweilige Austauschbarkeit ersetzt. Ein Punkt, den man, neben den von Ihnen aufgezählten, vielleicht auch berücksichtigen sollte.
    Der Wortbeitrag Hrn. Weidingers hat mir jedenfalls ein sarkastisches Lächeln beschert, ist er doch auch einer der Vernaderer, die nicht viel Gutes über die Innenstadt zu sagen haben. Schließlich meinte er uA auch, dass es in Villach schon so gefährlich sei, dass wir private Sicherheitsdienste benötigen. Das ist bei einer Wiederbelebung der innenstadt sicher äußerst hilfreich.
    mfg
    G. Messner

    Antwort
  5. Michael Bürger

    Sehr geehrter Herr Fillei!

    Sie sprechen mir aus der Seele. Bereits seit Jahren predige ich, dass sich die Innenstadt neu orientieren und organisieren muss. Weg von 08/15 Läden und austauschbaren Geschäften hin zur Spezialisierung. Zu Lokalen und Geschäften die man sonst nirgendwo findet. Geschäfte für die es sich auch tatsächlich lohnt in die Innenstadt zu gehen.
    Aber das Umdenken müsste noch viel weiter gehen. Das Umdenken muss auch in die Köpfe der Unternehmer, die nicht gleich jeden Vorschlag und jede Idee als persönlichen Angriff werten dürfen. Ich könnte heulen, wenn ich sehe wie italienische Touristen sich die Nasen an den Auslagenfenster platt drücken an den schönen und sonnigen Sonntagnachmittagen. Doch für deren Geld und ein Verkaufsgespräch hat man keine Zeit, da muss man sich doch selbst wieder darauf vorbereiten am folgenden Montag ab 9 Uhr in der Früh wieder im Geschäft zu stehen und zu raunzen über die ach so schreckliche Lage und den Kundenrückgang. Flexibilität wird nur bei den anderen gefordert. Im Übrigen: Hat eigentlich schon mal jemand an einem Montag um 9 einen Juwelier gebraucht?!

    Antwort
  6. Markus Unterguggenberger

    Hallo Herr Fillei! danke für den Beitrag aus Villach! ich kann viele ihrer Aussagen unterstützen! ich hätte da noch eine Bestärkung, dass sind wir selbst, wir die Bevölkerung!! Es ist vieles möglich, wie sie schon erwähnt haben, nur wenn dann Anzeigen wegen lauter Musik( 21h) kommen und Ideen zur Belebung der Innenstadt durch Argumente, die aus Bequemlichkeit Zählen, abgeschmettert werden, dann muss ich leider ernüchternd ihrer Sache zustimmen. Solange der Vorteil des einen zum Nachteil des Anderen gesehen wird und nicht ein gemeinsames Tun wird das Sterben der Innenstadt sowohl in Villach als auch in unserer Stadt Spittal nicht aufhören!
    DAnke für ihren Beitrag Herr Fillei!

    Antwort
  7. Thomas Wimmer

    die Idee mit dem Shopping Guide ist bereits teilweise umgesetzt. Wenn man am Hauptplatz in den öffentlich zugänglichen W-Lan HotSpot „alpenadria.info“ einloggt – ohne PW u sonstige Hindernisse – findet man nach dem „Akzeptieren“ auf der Startseite gleich oben einen blauen Balken mit dem Hinweis „Shopping“. Hier finden Sie eine ganze Reihe von Geschäften, Restaurants, Bars etc am und rund um den Hauptplatz, die Listung erfolgt nach Entfernung zum User. Eingetragen sind vorläufig Name des Geschäftes, Adresse, Kontaktdaten. Sie selbst können auch Bewertungen abgeben. Bitte reinsehen u uns mitteilen, was noch fehlt bzw was man verbessern kann. Es sind z.B. auch Fotogalerien zu den einzelnen Geschäften möglich. Wir sind für alles offen. Seit Start dieser W-Lan Lösung hatten wir rund 15.000 User über diesen einen HotSpot online, das Interesse des Publikums scheint da zu sein. In Kärnten u Salzburg betreiben wir dzt 15 solche Anlagen mit bisher rund 84.000 Logins. Für die Gemeinde ist diese Lösung übrigens kostenlos. Bitte um Tipps, was wir noch eintragen können. Eine Idee haben wir z.B. schon umgesetzt: dieser Guide ist als HTML Plugin auf jeder Website einsetzbar. Auf diese Weise könnte diese Lösung in jedem Hotel, in jedem öffentlich zugänglichen Internet Bereich sichtbar werden. Die DB ist überall die Gleiche, es bedarf nur eines Eintrages über unser CMS in der DB u das Geschäft ist überall – auf allen HotSpot Anlagen die wir betreiben, und wenn sie in Salzburg oder bald auch in Wien installiert sind – zu finden. Man braucht nicht einmal eine App, denn die mobile Website ist immer und überall einfach unter „alpenadria.info“ aufzurufen, die Einträge immer und überall zu sehen – immer gelistet nach Entfernung zum jeweiligen User. Wir suchen weitere Standorte für diese HotSpot Lösungen. Die Kosten für Einträge sind gering. Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

    Antwort
  8. Iris Reiner

    gut, dass dieses Thema immer wieder aufgegriffen wird. leider ist richtig, dass villach’s angebot von den villacherInnen schlechter wahrgenommen wird, als es ist. das glas ist zwar halbvoll, wir villacher sehen es aber lieber als halbleer. was mir fehlt ist die positive stimmung, der esprit eines waldviertels, das aus nix alles macht. man nehme sich selbst an der nase – sei es als villacher unternehmer oder als konsument und überlege sein angebot, seine kommunikativen aktivitäten, sein einkaufsverhalten und sein verhalten über die stadt zu sprechen. wann haben wir zuletzt positiv über villach gesprochen und in der innenstadt eingekauft, ein konzert/theater besucht, waren aus?
    viel optimierungspotenzial liegt in der kommunikation. tue gutes /biete gutes an / erlebe gutes und dann rede darüber!
    es gibt gute ansätze wie http://www.stadtmarketing-villach.at/nc/cityshops.html?detail_id=424706, die in die villach website aber auch in alle websites der ansässigen unternehmen eingebunden werden müssten. die social medien machen es leicht, positive infos rasch zu teilen. die unternehmer sollten das nutzen und sich auch besser vernetzen und auch das angebot der innenstadtkollegen kennen um eigene kunden in der stadt weiterzuempfehlen. das wär schon mal ein riesenschritt. wir verkaufen uns unter unserem wert, das gefällt mir nicht.

    Antwort
  9. Sabina Schautzer

    Großartig, dass es so viele Menschen in Villach gibt mit guten Ideen und positiven Vorschlägen. Mit einer aktiven Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung sollten Konzepte für Villach gemeinsam mit der Bevölkerung erarbeitet werden. Es gibt so viele Beispiele in Österreich, z.B. Waidhofen/Ybbs stand auch die Marktgemeinde Ottensheim vor der Herausforderung, den Stadtkern wiederzubeleben und weiterzuentwickeln. Fr. Bürgermeister Böker ist vieles mit Mitsprache der Bevölkerung gelungen! Warum sollte es nicht auch in Villach möglich sein.

    Antwort
  10. Andreas M. Fillei Autor

    So… ich denke es ist Zeit auf all die Reaktionen, die es auf meinem Blog gegeben hat zu Antworten.
    1.995 Besucher, 463x auf Facebook geteilt, 9 Kommentare direkt auf meinen Blog, Mail’s, Nachrichten usw. usw. zeigen, dass dieses Thema vielen Villachern unter den Nägel brennt. Dass das Interesse, und ich denke auch, dass der Will etwas zu bewegen, etwas zu ändern… gemeinsam einen Wendepunkt in der Wahrnehmung zu erreichen, wirklich und ernsthaft vorhanden ist.
    Was jetzt machen mit all dieser Energie? Was machen mit all den Wünschen nach einem Startschuss für einen Neubeginn?
    Wie Menschen dazu motivieren, dass jeder in dieses halb volle Glas selbst einen Teil dazu beiträgt, dass es ein Stück voller wird?
    Es gibt gute, tolle Ansätze, wie ich feststellen konnte – all diese Ansätze zu verbinden und miteinander zu vernetzen, zu einem Großen ganzen zu machen, ist wohl die wirkliche Herausforderung.
    Da gibt es eine Shopping Guide – aber leider nur 9 von 84 Geschäften (hier rede ich nur vom Hauptplatz). Wie mache ich aber eine umfassende App daraus, die alle beinhaltet und gleichzeitig auch die Marke Villach transportiert?
    Da gibt es engagierte Geschäftstreibende und Lokalbesitzer. Da gibt es die, die jammern, dass sich Italiener am Sonntag die Nasen an den Auslagen platt drücken. Da gibt es resignierte, die auf Veränderung hoffen, aber nicht mehr daran glauben. Da gibt es die, die auf Fehlentwicklungen hinweisen. Die, die initiative der Politik einfordern, die, die die Initiative der Bevölkerung einfordern, die, die die Initiative der Kaufleute einfordern und schließlich die, die die Initiative uns aller einfordern.
    Und objektive betrachtet, haben sie wohl alle Recht. Nur, einfordern und den nicht offenen Sonntag nachzutrauern alleine, wird niemanden an den anderen Tagen und Uhrzeiten in die Geschäfte bringen. Die Frage besteht, was kann ich aus dem, was ich habe machen. Welche perspektiven – räumlich, kommunikative und marketingtechnische, kann ich anbieten. Und wie kann jeder einzelne von uns dieses Angebot nutzen, wahrnehmen und dazu beitragen.
    Irgendwo hab ich ein Kommentar gelesen: „machen“ und „bitte umsetzen“… Nun ich bin nur ein kleiner Angestellter, der sich so seine Gedanken gemacht hat. Wenn aus diesen Gedanken Gespräche werden und wenn aus diesen Gespräche Taten folgen könnten, würde es mich freuen.
    Ich für mich, werde jedenfalls diese Gespräche suchen, bei allen, die auch ein wirkliches Interesse daran haben, etwas zu bewegen. Gleich ob Politiker, Angestellter, Anrainer oder Unternehmer, denn ich bin der festen Überzeugung, dass erst die Summe aller Sichtweisen ein Bild ergeben.
    Somit hoffe ich, dass dies nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas sein kann.
    #Villach #Altstadt

    Antwort
    1. Thomas Wimmer

      Guten Morgen Herr Fillei, wenn Sie mit dem Shopping Guide die „alpenadria.info“ Geschichte meinen: hier sind deshalb noch nicht mehr Geschäfte am Hauptplatz drin, weil das Ganze bisher meine alleinige Entwicklung ist, die ich bisher auch selbst finanziert habe. Die Möglichkeiten dieser Lösung sind jedoch praktisch unbegrenzt. Eine „App“ brauchen wir gar nicht, das funktioniert in diesem Fall anders! Das Ganze läuft ja auch erst seit einem halben Jahr. Wir stehen Gewehr bei Fuß und bauen gerne aus, entwickeln weiter u fügen mehr Content ein. Soviel wie möglich – gar keine Frage. Wenn Sie unsere Initiative interessiert freue ich mich, von Ihnen zu hören: thomas@venta-tourismus.com …. MhG, Thomas Wimmer

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s