Neujahrs Gedanken 2016

Mitternacht ist schon längst vorbei, die Gäste haben das Haus verlassen und es ist Stille eingekehrt. Kerzenflackern in einer dunklen, stillen Nacht.

Es war ein leiser Jahreswechsel. Ohne Raketen, ohne Kracher, ohne viel Lärm hat sich ein ereignisreiches Jahr verabschiedet und ein neues begonnen. Ganz unspektakulär, einfach so. Es war ein Jahr, das vieles verändert hat, das mich verändert hat.

Gedanken kreisen im Halbdunkel um sich selbst und verlieren sich in der Müdigkeit. Man kann viel hoffen, man kann sich viel erträumen und man bleibt doch oft in seiner Welt stecken, weil man den Schritt vor die Türe nicht wagt. Weil man Angst hat, sie auf zu machen, weil die Zukunft immer etwas Unbestimmtes ist. Man kann planen, man kann berechnen, man kann auf Sicherheit setzen, nur bestimmen kann man sie nie. Man kann sie nicht fassen, nicht halten, nicht erahnen. Man weiß immer erst dann, was die Zukunft bringt, wenn man bereit ist, dieses Risiko auf sich zu nehmen und den Schritt vor die Türe zu wagen und den Raum zu verlassen, der einen seit Jahren so vertraut geworden ist. Man hat immer die Wahl, zu leben oder in der Bequemlichkeit der Silvester in Endlosschleifen sich Jahr für Jahr zu wiederholen, während man seine Hoffnungen, Träume und Wünsche bereits am 1. Jänner in der Angst zu scheitern begräbt, bevor die Zukunft überhaupt begonnen hat.

So nehme ich mir für dieses Jahr nicht viel anderes vor, als das Leben anzunehmen. Träume und Hoffnungen zu verfolgen. Jeden Tag aufs Neue, jede Stunde jede Minute ist eine Türe die sich schließt und eine Türe die sich auftut. Die Frage ist, bringt man den Mut, das vertraute Zimmer zu verlassen, die Türe hinter sich zu zumachen und den Schritt in eine ungewisse Zukunft zu gehen.

Denn gleich wie wir es drehen oder wenden. Ob wir jetzt stehen bleiben, oder ob wir weitergehen, bleibt unsere Zukunft immer ungewiss. Wir werden nie wissen ob wir scheitern oder nicht Und es ist auch gar nicht die Frage ob, sondern es ist immer die Frage, welche Möglichkeiten, welche Chancen, welche Wege sich dadurch neu ergeben.

Also, was für Träume sind es, die euch den Schlaf rauben, denen ihr Sehnsüchtig nachhängt. Welche Chancen, waren es, die ihr verpasst habt, weil ihr nicht in den Zug des Lebens eingestiegen seid? Durch welche Türen wolltet ihr schon immer gehen…?

Ich wünsche euch für das kommende Jahr, den Mut, durch diese Türen zu gehen… Ich wünsche euch viele neue Blickwinkel, die ihr erlebt und Träume und Ziele, die euch aus euren Alltagstrott hinausjagen, mitten hinein in das wilde, brodelnde, unberechenbare Leben….

Prosit 2016

 

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